Das Kunsthaus

Gemeinsam führen Holger Meyer und Christiane Terhorst in Hamburg das Büro Meyer Terhorst Architekten. Mit den Bauherren sind sie gut bekannt, die Architekten hatten zudem Heimvorteil: Ihr Büro befindet sich nur fünf Minuten entfernt von dem fast 2.000 Quadratmeter großen, parkähnlichen Grundstück in dem historischen Villenviertel in den Elbvororten. Respekt bei der Planung verlangten daher vor allem die eindrucksvollen, gut dreißig Meter hohen Bäume, sensibel fügt sich der zweigeschossige Baukörper in Form eines nach Süden geöffneten Us in das Gelände. Der stützende, geschlossene Rücken liegt im Nordosten, die Räume orientieren sich Richtung Hof und Garten.

Meyer Terhorst Architekten
22549 Hamburg
Deutschland

Galerie

Die Betonauskragungen der Geschossdecke sowie der Dachscheibe betonen die Horizontale des Stahlbetonskelettbaus. Sie wurden unterschiedlich tief und lang gestaltet und sorgen so für Sonnen- und Regenschutz. Ihr Gewicht und die erforderlichen thermischen Trennungen stellten hohe Ansprüche an die Detailplanung. Auch für die deckenhohen, 3,50 auf 3,50 Meter großen Schiebeelemente, die die fast rahmenlosen Glasflächen öffnen, entwickelten die Architekten Sonderlösungen. Den östlichen Schenkel des Hofes bildet die Wohnküche. Sie wurde als eingeschossiger Pavillon mit stützenfreier Eckverglasung entworfen und wird zum räumlichen und gesellschaftlichen Mittelpunkt des Hauses. Zwei Treppenhäuser führen an den Wänden des Gebäuderückens ins obere Geschoss und erschließen drei Zimmer jeweils mit eigenem Bad sowie den großzügigen Elternbereich. Ein Aufzug gewährleistet die Barrierefreiheit. Auf Farbigkeit im Inneren wurde bewusst verzichtet: Helle Wände und dänische Vollholzdielen auf dem Boden werden zum angemessen zurückhaltenden Rahmen für die Kunstsammlung der Bauherren. Das Gebäude ist als Smarthome und mit intelligenter KNX-Bussteuerung ausgestattet. Die Steuerung vernetzt und kombiniert Blockheizkraftwerk, eine Luft-Wasser-Wärmepumpe und eine Gasbrennwerttherme. Komplettiert wird das Gebäudemanagement durch die zentrale Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung.