Aufgefächert

Das Hochplateau Deutschnofen liegt im Südtiroler Eggental inmitten der Dolomiten. 1950 eröffnete hier die Albergo Pfösl. Das Hotel florierte, wurde an-, um- und weitergebaut. Um das Haus auch architektonisch in die Gegenwart zu führen, lobte die Familie einen Wettbewerb unter vier Südtiroler Architekturbüros aus. Das Brixener Büro von Michaela Wolf und Gerd Bergmeister hat bereits zahlreiche Bauten für den Tourismus geplant und umgesetzt – stets mit dem Gespür, Funktionalität sinnlich umzusetzen, Praktikabilität atmosphärisch zu gestalten und Radikalität sensibel an den jeweiligen Ort anzupassen.

bergmeisterwolf architekten
39042 brixen
Südtirol

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Sie waren daher auch für das Hotel Pfösl die richtige Wahl: Sie ordneten den Altbau neu und erweiterten ihn. Am Waldrand, abgelegen vom Haupthaus, platzierten sie zudem drei schwarzverschalte Chalets, die über das Hotel gebucht werden können. Wie ein Fächer spreizen sie sich auf und fokussieren unterschiedliche Blickrichtungen in die Berge. Die jeweils 65 Quadratmeter kleinen Häuschen lagern auf je zwei Betonscheiben, die sie der Topografie entrücken und die Hangneigung ausgleichen, während ihre schwarzbraune Holzverschalung sie mit dem Wald verbindet. Die Lattung zieht sich über das Satteldach, die große, auskragende Terrasse verbindet Außenund Innenraum. Eine Holzbrücke erschließt die schwebenden Archetypen. Im Innenraum bleibt die Form des Dachs erlebbar, weiß lasiertes Fichtenholz über- zieht das Innere. Das ebenfalls von bergmeisterwolf gestaltete Mobiliar wurde aus heimischer Zirbe gefertigt. So bergen die wunderbar aufgeräumten Zweizimmerhäuser nur ein Problem: Sie werden auf Zeit bewohnt. Dafür aber von jedem, der mag.